„Die Toten
Ärzte“ heizen verfrorenen Fans ein
Sabbenhausen (yt).
Wie das Wetter auch ist – die Frisur sitzt bei den Besuchern des Sabbenhausener
Open-Air-Festivals. Selbst die gefühlten Frosttemperaturen der Samstagnacht
hielten rund 700 Gäste nicht davon ab, dem Schalke-Fanclub „Lippe Power“ ihre
Aufwartung zu machen und die Bands zu feiern.
„Seit 18
Jahren richten wir nun das Festival aus. Und egal ob es heiß oder kalt, nass
oder trocken ist – die Gäste kommen“, freute sich Fanclub- Vorsitzender Jochen
Hundertmark. Und das war auch Mitorganisator Jörg Hundertmark ein ganz großes
Dankeschön für diese Treue wert.
Natürlich war der Besuch nicht völlig uneigennützig, denn die Bands ließen auf
hochwertige Musik hoffen. Dass dabei in diesem Jahr eine Spende an den Verein
„Nächstenliebe“ in Hamburg abfällt, war für die Gäste wohl weniger von
Interesse als die Hoffnung auf Musik der „Toten Hosen“ und der „Ärzte“, die die
im gesamten deutschsprachigen Raum bekannte Coverband „Die Toten Ärzte“
versprach.
Und auch die beiden anderen Bands wussten zu überzeugen. Zunächst begeisterten „Drei
Akkorde Superstars“ die zugegebenermaßen noch wenigen Zuschauer – obwohl die
Band richtig gut dabei war mit ihren eigenen Stücken. „Die Musik würde ich zwar
nicht unbedingt zu Hause hören, aber ich war schon beeindruckt von der Klasse,
mit der die Jungs ihre Instrumente beherrschten“, lobte Besucherin Silke die
Band und erntete dabei Zustimmung vom Rest der Gruppe, mit der sie
zusammenstand.
Das lag indes nicht an den Superstars, sondern an „Piff Paff“, die für
hochkarätige Covermusik stehen, und den „Toten Ärzten“, die jede Menge
Tote-Hosen- und Ärzte-Fans auf das Festival-Gelände gelockt hatten.
Und die wurden richtig bedient. „Piff Paff“ gibt es als Gruppe eigentlich gar
nicht. Es sind Profi-Musiker, die sich ausschließlich für das Sabbenhausener Event
zusammengerockt haben, um aus den 700 Gästen eine mitschreiende Fangemeinde zu
modellieren. Und die Ärzte, die auch schon in Berlin vor 150000 Gästen
aufgetreten sind und als beste Coverband der beiden Vorbilder gilt, ließen die
Herzen der Fans dann endgültig höherschlagen.
„Alles in allem war das wieder ein rundum gelungener Abend“, freute sich Jörg
Hundertmark sowohl über die Bands, die allesamt bejubelt wurden, als auch über
die Gäste, die mit Leib und Seele dabei waren, obwohl sie erst eine wettertechnisch
bedingte Auftauphase hinter sich bringen mussten.
